Das Klavier - meine grosse Liebe !

Wie alles begann ...

 

Weihnachten 1968.

Ein vierjähriges Mädchen steht im Schlafanzug vor einem großen, schwarzen Klavier und versucht, die Melodie auf den Tasten zu finden:

"Vom-Himmel-hoch-da-komm-ich ..."

 

Noch im 1-Finger-System, aber mit jedem passenden Ton leuchtet ihr Gesicht immer mehr, und die Kinderstimme singt aus vollem Hals dazu.

 

 

 

Das waren meine ersten Schritte am Klavier, und ich erinnere mich noch gut an das aufregende Gefühl, diesem Ding so schöne Töne zu entlocken.

Meine Begegnung mit „selbstgemachter“ Musik war einfach magisch!

 

 

In unserem Haushalt war Musik allgegenwärtig!                                   Mein Vater (Kirchenmusiker) und meine Mutter sangen mit uns, es liefen Plattenaufnahmen wenn wir vier Kinder abends in den Betten lagen, und schon früh durfte ich meine Eltern zu Proben und Konzerten begleiten.   Auch wenn ich dabei meistens auf irgendeinem Schoss einschlief –     

von wunderbaren Klängen umgeben.

Der erste Unterricht ... Vorbilder ...

 

Zunächst übernahm mein Vater die Aufgabe, meinen musikalischen Entdeckungsdrang in die richtigen Bahnen zu lenken. Er unterrichtete mich, wann immer er Zeit fand … und wenn ich schon wieder ein Stück „gefressen“ hatte und neuen Input brauchte.

 

Wenn einer seiner Musikerkollegen auf Konzerttour bei uns übernachtete, zeigte ich stolz meine Fortschritte und bekam manchmal sogar eine Unterrichtsstunde oder einen Eintrag ins Poesiealbum:                       „Meine liebe Künstlerin-Kollegin! Wenn so fleissig wie begabt bist, wirst Du eine grosse Meisterin werden …“

 

 

Genau wie meine erste „richtige“ Klavierlehrerin, zu der ich ab dem 9. Lebensjahr geschickt wurde, danach die Bremer Konzertpianistin Marianne Krasmann, von der ich ganz „nebenbei“ so viel über Pädagogik gelernt habe, und später meine  Klavierprofessorin Birgid von Rohden haben mich diese Vorbilder motiviert, inspiriert, geprägt und mir schon früh gezeigt, was alles zum Musiker-Sein dazugehört.

"Musik berührt und verbindet ... öffnet die Herzen ... und lässt uns das Leben spüren!"

 

Viele Stunden hab ich übend am Klavier verbracht, bin gescheitert, hab geflucht, wenn etwas (noch) nicht klappen wollte. Aber irgendetwas in mir wusste: Wenn ich dranbleibe, dann kommt irgendwann dieser Moment, wo aus dem Geholpere wunderbare Musik wird. Und in meiner Erinnerung waren das immer wieder Momente voller Stolz und Glück!

 

 

Und natürlich wollte dieses Glück dann geteilt werden. Ich hab mich gern gezeigt mit meinem Können, denn neben der Anerkennung und Applaus spürte ich schon damals „zwischen den Zeilen“, dass mein Spiel etwas mit den Zuhörern machte:                                                                                           

Da war plötzlich eine zarte Schwingung von Berührung und Verbindung im Raum … wie magisch!

Sinnkrise: Ist das Klavierspielen wirklich MEINS?

 

 

Mit 16 Jahren (mitten in der Pubertät) gab es einen ersten Bruch in dem musikalischen Faden meines Lebens:

 

Zum ersten Mal stellte ich mir die Frage, warum ich all diese vielen Stunden des Übens auf mich nahm. Die Auftritte, die ich bisher so geliebt hatte, wurden mühevoller, und ich hatte plötzlich mit heftigem Lampenfieber zu kämpfen. Mit dem Erfolg wuchs mein eigener Ehrgeiz und auch die Erwartungen an mich. Der Druck wurde immer grösser, und ich immer unglücklicher ...

Und auf einmal wusste ich nicht mehr:

  • Mache ich das hier nur, weil ich von Kind an nichts anderes kenne?
  • Weil ich mir auf diese Weise meine Sehnsucht nach Anerkennung und „Geliebt-sein“ erfülle möchte?        
  • Oder ist das Klavierspielen wirklich MEINS?

 

 

Ich war zum ersten (und nicht zum letzten Mal) an dem Punkt, mich neu zu entscheiden!

Manchmal entscheidet das Leben für Dich !

 

 

Damals habe ich zwei Jahre lang das Klavier nicht mehr angerührt. Mich anderen Hobbys (Reiten, Sport) gewidmet. Und nebenbei angefangen, mir mein Taschengeld mit Blockflötenunterricht aufzubessern. Es sollte sich noch zeigen, dass dieser Nebenjob mir den Weg zu meiner ersten Anstellung ebnen sollte.

 

Kurz vor dem Abitur wusste ich immer noch nicht, was ich beruflich machen wollte. Und dann gabs da plötzlich diesen Gedanken in meinem Kopf: „Mach doch das, was Du am besten kannst. Irgendwas mit Menschen … mit Musik!“

Und ich entschied mich für ein Studium der Musikerziehung mit dem Hauptfach Klavier.

 

Es fühlte sich an wie eine Vernunftentscheidung … aber es war ein Ruf des Lebens!

 

 

Schnell zeigte sich, dass mein Talent nicht nur im Klavierspielen alleine lag, sondern dass ich mit Leichtigkeit und Freude anderen Menschen dieses „Handwerk“ vermitteln konnte.

In diese Zeit fiel auch meine erste Anstellung an der Kreismusikschule des Landkreises Diepholz als Blockflöten- und Klavierlehrerin. 

                                                                                                                

Und die Künstlerin in mir wurde wieder wach! In den folgenden Jahren gab ich Solokonzerte im In- und Ausland, hatte Rundfunkaufnahmen und spannende Auftritte mit Orchester und in wechselnden Kammermusikformationen.  

                                                                                                         Mehr zu meinem musikalischen Lebensweg HIER …

Beruf oder Berufung ... wo geht es lang?

 

 

2003: Nach 20 Jahren an der Musikschule bin ich müde, ausgebrannt und unglücklich.

Ich fühle mich nicht mehr wertgeschätzt und meine Fähigkeiten als Spezialistin für den individuellen Einzelunterricht für Kinder Jugendliche und Erwachsene scheinen nicht mehr „gebraucht“ zu werden.

Mein Körper wehrt sich auf seine Weise: Migräne, Magenbeschwerden, Depression … 

 

Der Unterrichtsalltag lässt mir keine Zeit für musikalische Projekte.

Und so kann ich auch die Künstlerseele in mir irgendwann nicht mehr spüren.

 

 

An diesem Tiefpunkt bleibt mir nur ein Befreiungsschlag: Die Selbstständigkeit

Das ist mein Weg!                                                                                                                                                                        - Klavierunterricht mit der Spezialisierung auf  Erwachsene            - "Herzenslieder" - Mitsingkonzerte                                              - Meine eigenen Kompositionen - die "Piano Songs"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frei von inhaltlichen Vorgaben und nur für mich selbst verantwortlich konnte ich nun neue Wege gehen:

 

  

 

                                                                                                                                                                                              

Ich entdeckte meine Leidenschaft für die Arbeit mit erwachsenen Klavierschülern, ihre besonderen Bedürfnisse und Wünsche.

So oft hatte ich schon diesen Satz gehört:

“ Ich wollte ja immer ein Instrument spielen lernen, aber in meiner Kindheit ging das nicht, weil … !“                        

Und eine der ersten Fragen war immer:

  • Hat das denn noch Sinn?      
  • Kann man als Erwachsener noch Klavierspielen lernen?                                                                

 

Meine Antwort ist: NA, KLAR!                                                                       

                                                                                               

Ja sicher, Erwachsene Ü50 lernen anders, brauchen andere Unterrichtsbedingungen und -methoden als Kinder und Jugendliche.           Aber in einem individuell zugeschnittenen Setting mit viel Ruhe und ohne Leistungsdruck ist ganz viel möglich!    

                                             

Hier mein BlOGARTIKEL zu dem Thema ...

 

 

 

Das hat mich in all den Jahren sehr glücklich gemacht und „genährt“.     Und irgendwann kam auch die Musikerin in mir wieder zum Vorschein!                                                                               

In meinen „Herzenslieder“ – Mitsingkonzerten, in der Kammermusik und bei der Klavierbegleitung von Chören.

Und seit Neuestem auch in Solokonzerten mit meinen eigenen Kompositionen – den Piano Songs.

 

MEHR zu den Piano Songs …                                                                 

 

 

 

In den letzten 14 Jahren hab ich  eine rasante Entwicklung hingelegt:

 

  • Von der „Wald-und Wiesen“- Klavierlehrerin zur Fachfrau für Erwachsenenunterricht.

 

ANGEBOTE für Erwachsene ...

 

 

  • Von der „Badezimmer“- Sängerin zur Veranstalterin von mitreissenden und berührenden „Herzenslieder“ - Mitsingkonzerten

 

Mehr dazu HIER …

 

 

 

  • Von der klassischen Pianistin zur Komponistin und Interpretin von eigenen Klavierstücken - den "Piano Songs" - und zur ersten eigenen CD.

 

Zur CD "A new Dawn" ...